Kürzlich veröffentlichte US-Dokumente belegen, wie scheinheilig NATO-Spitzenpolitiker Russland im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung nach 1989 hintergangen haben: Entgegen heutiger Behauptungen stellten westliche Staatschefs Moskau damals sehr wohl in Aussicht, die NATO nicht weiter nach Osten auszudehnen – allerdings nur im persönlichen Gespräch und nicht auf offiziellem Staatspapier, wie nun schwarz auf weiss nachgewiesen werden kann.

Russland als Aggressor und Brandstifter – und die NATO als Verteidigungsbündnis, das lediglich reagiert? Noch immer herrscht in der westlichen Öffentlichkeit mehrheitlich diese Meinung vor – spätestens seit der völkerrechtlich umstrittenen Annexion der Krim durch Moskau. Seit geraumer Zeit kristallisiert sich indes heraus, dass dieses oft auch von den Mainstream-Medien vereinfachte Schwarzweiss-Bild nicht länger haltbar ist.

Nun erhalten NATO-Kritiker unerwartete Unterstützung – ausgerechnet von amerikanischen Historikern. Denn neue Dokumente enthüllen, dass westliche Staatschefs wesentlich zur Zuspitzung des Konflikts beitrugen, indem sie wissentlich getrickst und Zusagen gegenüber Moskau nicht eingehalten haben. (Weiter im Text gehts in unserem Heft Nr. 2/2018, März/April).

Klartext spricht nicht zuletzt auch folgende Grafik (Bild oben, Copyright: www.siper.ch): Sie verdeutlicht, wie dreist die NATO trotz gegenteiligem Versprechen ihre Grenzen ab 1990 in Richtung Russland erweiterte.

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