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Chiemsee-Kessel in Zürich beschlagnahmt!

Wenn das keine Überraschung ist: Der bayerische Goldkessel aus dem Chiemsee liegt derzeit in einem Tresor der Schweizer Bankenmetropole Zürich – nachdem ihn die Schweizer Justiz 2006 bei einem örtlichen Unternehmer beschlagnahmt hat. Dies berichtet das Schweizer Magazin MYSTERIES (www.mysteries-magazin.com) in seiner neuen Ausgabe Nr.3/2007 und legt auf drei Heftseiten exklusiv alle Hintergründe der dubiosen Affäre offen.

Basel/Zürich. Seit Jahren wird über den Verbleib des geheimnisumwitterten bayerischen Chiemsee-Goldkessels gerätselt. Nun ist das kostbare Stück wieder aufgetaucht – in der Schweizer Bankenmetropole Zürich, wo es die Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf Betrug 2006 beschlagnahmt hat, wie die Zeitschrift MYSTERIES in ihrer neusten Ausgabe schreibt.

Den Stein ins Rollen brachten zwei Investoren, die sich vom Schweizer Finanzunternehmer K. geprellt fühlen, wie ihr Anwalt gegenüber MYSTERIES ausführte: »Mit Hilfe eines Prospektes versuchten K. und seine Geschäftspartner, meine Mandanten für eine Investition in ein vermeintlich ›einzigartiges historisches Kunstwerk‹ zu begeistern. ›Nach entsprechender Promotion‹, so versprach man, ›dürfte es einen Wert von rund einer Milliarde Euro erreichen‹.« In der Folge habe K. die Besucher zu einem Schliessfach geführt, wo sie den Goldkessel persönlich in Augenschein nehmen durften.

Nach anfänglichem Zögern investierten die beiden eine Million Euro in das Projekt. Bald aber wurden sie misstrauisch. Nun ermittelt die Schweizer Justiz wegen Verdachts auf Betrug. »Den Chiemseekessel haben wir beschlagnahmt«, bestätigte der zuständige Staatsanwalt auf Anfrage von MYSTERIES. Der Schweizer K. dagegen sieht sich als Justizopfer und beruft sich auf dabei auf »Gutachten anerkannter Experten die den Entstehungszeitpunkt des Objektes zwischen 300 bis 100 Jahre vor Christus klar belegen« würden.

Entdeckt hatte das rund 10 Kilo schwere Goldgefäss im September 2001 ein Taucher im bayerischen Chiemsee. Fazit des bayerischen Finanzministeriums Ende Januar 2003: Das kuriose Stück sei wohl in der Zeit nach 1925 fabriziert worden – aber »kein NS-Vermögensgegenstand«. Für 100'000 Euro wurde es anschliessend »an einen privaten Sammler« verkauft – und verschwand damit von der Bildfläche.


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